Lernziel Gleichwertigkeit – Der Präventionsansatz von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Rafael Rickfelder (SOR-SMC)

Alle Menschen sind gleichwertig, die Menschenrechte sind unteilbar. Und Artikel 1 des Grundgesetzes lautet: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Die Realität sieht anders aus: Ideologien der Ungleichwertigkeit, die davon ausgehen, dass manche Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Religion, Hautfarbe, sexuellen Orientierung, ihrem Geschlecht oder sozialem Status mehr wert seien als andere, sind weit verbreitet. Auch an Schulen, der Einrichtung, die in Deutschland alle Kinder und Jugendlichen durchlaufen, finden sich Ungleichwertigkeiten, die der Legitimation von Diskriminierung und Unterdrückung von Gruppen dienen, wie Rassismus, Homophobie, Antisemitismus oder Frauenfeindlichkeit, wieder.
Das Netzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage ermuntert und unterstützt unter dem Motto „Lernziel Gleichwertigkeit“, Schulen bei ihren Bemühungen, den Kindern und Jugendlichen das in Artikel 1 des Grundgesetzes festgehaltene Menschen- und Gesellschaftsbild überzeugend zu vermitteln.
Ziel ist, entsprechend der Vorgaben der Schulgesetze aller Bundesländer, den Schülerinnen und Schülern demokratische, gewaltfreie und den Menschenrechten verpflichtete Problemlösungskompetenzen im Umgang mit divergierenden Interessen in einer offenen Gesellschaft zu vermitteln. Dabei reicht es nicht, einfach nur gegen menschenfeindliche Ideologien zu sein, vielmehr geht es darum, das Schulklima nachhaltig so zu verändern, dass Zivilcourage gezielt gefördert wird und gegenseitige Achtung mit der Definition gemeinsamer Werte und Regeln einhergeht.