Vorgeschlagene Sessions

Mehrheitsentscheidungen – der große Irrtum der Demokratie?

Felix Scheel

Beginn: 13:00 Raum: Großer Saal 2 Dauer: 45 Minuten

Oft werden Entscheidungen schnell und nicht hinterfragt durch einfache Mehrheitsentscheidung getroffen. Dass eine Minderheit sich unterordnen muss und die Wünsche der Mehrheit umgesetzt werden müssen, ist eine „Wahrheit“ mit der wir von frühester Jugend aufwachsen.

Die Erfahrung aus Gruppen, denen ein fairer, achtsamer Umgang miteinander auf Dauer wichtig ist, zeigt, dass Mehrheitsentscheidungen über kurz oder lang dazu führen, dass die Mitglieder der Gruppe unzufrieden werden oder aber sich an Entscheidungen wenig gebunden fühlen. Warum?

Entscheidungen werden von Menschen deutlich mehr akzeptiert, wenn sie während des Prozesses der Entscheidungsfindung ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse haben einbringen können, wenn sie sich ernst genommen und gehört fühlen und ihr Beitrag das Endergebnis beeinflussen kann oder es auch tut. Diese Form der Aushandlung fehlt oft im demokratischen Willensbildungsprozess – zu schnell wird danach gefragt: „Wer ist dafür? Wer ist dagegen?“. Das Fehlen dieser Aushandlung ist nur ein Teil dessen was „schiefläuft“ bei klassischer Entscheidungsfindung im einfachen Mehrheitsentscheidungsverfahren.

In der Session sollen Alternativen vorgestellt und ausprobiert werden. Das werden sein: die gewichtete Mehrheitsentscheidung, der Fünf-Finger-Konsens, die vier Schritte der demokratischen Entscheidungsfindung nach Betzavta sowie das Systemische Konsensieren.

Rückfragen vor und nach der Session gern an Felix.Scheel(ätt)gmx(punkt).de, Betzavta-Trainer